Die richtige Matratze bei Schlafstörungen & Rückenschmerzen

Rückenschmerzen und ihre Ursachen

Rückenschmerzen können die verschiedensten Ursachen haben und sich von Person zu Person unterscheiden. Bekannt ist, dass langes Sitzen, Arbeiten vor dem Computer und wenig Bewegung unserem Stützapparat, der uns aufrecht gehen lässt und das Gewicht unseres Körpers mitträgt, schaden. Umfragen machen deutlich, dass rund 80 Prozent aller Deutschen schon einmal in ihrem Leben unter Rückenschmerzen litten und dass bei 30 Prozent der befragten Personen sogar von einem chronischen Leiden gesprochen wird. (Quelle: gesundheit.de )

Die folgende Grafik zeigt, dass jeder zweite Deutsche häufig von Rückenschmerzen belastet wird und jeder fünfte Befragte angibt unter Schlafstörungen zu leiden. Oftmals sind diese beiden Leiden miteinander verknüpft, da Rückenschmerzen, die beim Liegen anhalten, einen Einfluss auf die Nachtruhe haben.

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Natürlich wissen wir, dass wir mehr Sport treiben sollten, statt dem Auto uns auf das Fahrrad schwingen, statt dem Aufzug die Treppen wählen sollten. Viele kleine Veränderungen lassen sich in den Alltag einbauen, doch der Großteil der Erwerbstätigen weiß, dass Pendeln mit langen Autofahrten und Arbeiten vor dem Computer zum Arbeitsalltag dazu gehören. Umso wichtiger ist es deswegen, dass sich nach einem langen Arbeitstag der Rücken und hier besonders die Wirbelsäule in der Nacht entlasten können. Die Nachtruhe sorgt dafür, dass sich nicht nur die Organe und der innere Körperbau erholen, sondern dass sich auch der Knochenaufbau und unser Skelett regenerieren. Wir selbst merken diesen Regenerationsprozess sehr deutlich an unserem Schlaf: Hatte unser Körper die Chance sich zu erholen, wachen wir am Morgen erfrischt auf und haben das Gefühl ausgeruht und erholt zu sein. Wälzen wir uns hingegen in der Nacht oft schlaflos hin und her und fühlen uns am nächsten Morgen mehr „zerknittert“ als erfrischt, ist das ein deutlich Zeichen dafür, dass unser Körper nicht vollständig in den Regenerationsprozess eintauchen konnte.

Neben Sorgen und Gedanken, die uns nicht durchschlafen lassen, kann auch eine unzureichende Schlafunterlage dem Regenerationsprozess behindern. Eine Matratze, die hingegen auf den Schläfer eingestellt ist, kann nicht nur für einen erholsamen Schlaf sorgen, sondern auch Rückenschmerzen während der Zeit des Schlafens lindern. Auf die Bedürfnisse von Menschen, die unter Rückenschmerzen leiden, haben sich sogenannte orthopädische Matratzen spezialisiert. Diese sorgen durch einen speziellen Aufbau dafür, dass bestimmte Bereiche des Rückens, der Wirbelsäule und des angrenzenden Skelettapparats gezielt entlastet werden.

Der Aufbau unseres Rückens

Um zu verstehen, wie eine orthopädische Matratze wirkt, sollte man zunächst verstehen, wie der menschliche Rücken und die Wirbelsäule aufgebaut sind und welche Besonderheiten es zu beachten gibt.

Der menschliche Rücken erstreckt sich von dem Nacken bis hinunter zum Gesäß. Hauptbestand des Rückens ist hierbei die Wirbelsäule , die einerseits den Körper stützt und damit unseren aufrechten Gang ermöglicht und andererseits als Bindeglied das menschliche Skelett zusammen hält. Die Wirbelsäule des Menschen wird in fünf Abschnitte unterteilt, wie in der abgebildeten Grafik mit Farben dargestellt wird: Die Halswirbelsäule (roter Bereich), die Brustwirbelsäule, (violetter Bereich) die Lendenwirbelsäule (blau gekennzeichnet), das Kreuzbein (grüner bis gelber Bereich) und das Steißbein (wieder rot markiert).

Quelle: pixabay.com

Die zu tragende Last nimmt hierbei von oben nach unten zu, weswegen die Wirbel im unteren Bereich deutlich größer und stabiler sind, als im oberen Bereich. Das auffälligste Merkmal unserer menschlichen Wirbelsäule ist die S-förmige Krümmung und der „Knick“ zwischen Hals- und Brustwirbelsäule und zwischen Lendenwirbelsäule und Kreuzbein. Für eine gesunde Rückenhaltung sollte dafür gesorgt werden, dass diese natürliche Krümmung der Wirbelsäule egal, ob beim Stehen, Sitzen oder Liegen, beibehalten wird. Gerade in der Schlaflage kann die Wirbelsäule durch eine angepasste, orthopädische Matratze in ihrer natürlichen Formung unterstützt und damit entlastet und geschont werden.

Vorteile einer orthopädischen Matratze

Das Wort „Orthopädie“ leitet sich aus dem Griechischen ab und kann mit „aufrecht“ übersetzt werden. Die Orthopädie als medizinisches Fachgebiet beschäftigt sich Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates und deren Behandlung. Die Bezeichnung „orthopädische Matratze“ greift diesen Gedanken auf. Eine orthopädische Matratze versucht durch eine durchdachte Konstruktion und individuelle Anpassung an den Patienten die Erkrankung des Rückens zu lindern, indem sie die Wirbelsäule anatomisch korrekt lagert (Beachtung der natürlichen S-Krümmung) und damit die Wirbelsäule in jeder Lage richtig stützt und entlastet. Da der Mensch unterschiedlich schwer gebaut ist, werden orthopädische Matratzen in fünf bis sieben verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Härtegraden eingeteilt. Der schwerste Teil des menschlichen Rückens bildet das Becken. Hier konzentriert sich ein Großteil des Körpergewichtes und das sollte sich auch in der Matratze wiederspiegeln, indem das Becken tiefgenug in die Matratze einsinken kann, um der Wirbelsäule eine gerade Linie zu ermöglichen. Den kritischen Gegenpart zum Becken bildet die Schulterzone. Sie ist wesentlich leichter als das Becken jedoch mit der breiteste Teil unseres Körperbaus. Sie sollte gerade in der Seitenlage deswegen tief genug in die Matratze einsinken können, damit das Becken und die Schulterpartie ungefähr auf einer Höhe sind. Nur so kann die Wirbelsäule geradlinig verlaufen und das Gewicht optimal verteilt werden. Die unterschiedlichen Härtegrade einer orthopädischen Matratze sind deswegen auf die jeweiligen Bereiche angepasste und ermöglichen durch unterschiedliche Härtegrade eine punktgenaue elastische Abstützung der Wirbelsäule. Die Zonen sind von außen nicht sichtbar und müssen vor dem Zusammenbau der Matratze konstruiert werden. Orthopädische Matratzen bestehen oftmals aus Kaltschaum, können aber auch als Federkernmatratze oder Latex-Matratze hergestellt werden. Insgesamt sind orthopädische Matratzen etwas weicher als andere Matratzen.

Da jeder Mensch unterschiedlich gebaut ist und es gerade zwischen Frauen und Männer große anatomische Unterschiede gibt, muss eine orthopädische Matratze individuell auf ihren jeweiligen Besitzer angepasst werden. Dies wird nur durch eine Beratung in einem Fachgeschäft erreicht. Ein Fachberater kann durch Ausmessen der Größe und des Gewichts und unter Zuhilfenahme eines Liegesimulators die unterschiedlichen Bereiche des Schläfers feststellen und somit die einzelne Zonen einteilen und anpassen.

Eine orthopädische Matratze zeichnet sich dadurch aus, dass durch das Zusammenspiel von verschiedenen Zonen mit unterschiedlichen Härtegraden die Matratze individuell auf ihren Schläfer und dessen Bedürfnissen angepasst wird. Durch die verschiedenen Härtezonen lassen sich das Schlafverhalten einer Person wiederspiegeln und mit den Anforderungen an die Matratze abstimmen. Schwerer Körperpartien können tiefer in die Matratze einsinken, während leichtere Körperteile abgestützt werden. Orthopädische Matratzen passen sich damit der natürlichen S-förmigen Krümmung ihres Benutzers an und ermöglichen eine gerade Lagerung der Wirbelsäule. Hierdurch wird eine ganzheitliche Stützung der Wirbelsäule erreicht und die einzelnen Wirbel während der Nachtruhe entlastet. Ziel ist es, dass durch eine entspannte Haltung nächtlichen Rückenschmerzen entgegen gewirkt und das Durchschlafen gefördert wird. Orthopädische Matratzen helfen durch ihre Konstruktion den köpereigenen Regenerationsprozess zu unterstützen und ermöglichen einen gesunden und damit erholsamen Schlaf.

Weitere Informationen finden Sie unter schlafconcept.de